Setting-Ansatz – Bewegung dort, wo Kinder leben
Unsere Arbeit orientiert sich am Alltag und den Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen.
Wir arbeiten dort, wo sie sich täglich aufhalten – in Kitas, Schulen, Familienzentren, Jugendfreizeiteinrichtungen und im öffentlichen Raum. Denn nur, wenn Bewegung im gewohnten Umfeld stattfindet, kann sie nachhaltig wirken. Darum beziehen wir Eltern, pädagogische Fachkräfte und lokale Akteur:innen aktiv in unsere Angebote ein. Bewegung wird so zur Gemeinschaftsaufgabe im Kiez. Unser Konzept folgt dem Prinzip des „Setting-Ansatzes“ der Gesundheitsförderung: Nicht das einzelne Kind steht isoliert im Fokus, sondern das gesamte Umfeld, das seine Entwicklung prägt. Wir fördern Bewegung im System – nicht nur im Moment. Unsere Programme werden kontinuierlich überprüft, evaluiert und teilweise wissenschaftlich begleitet (z. B. durch die Deutsche Hochschule für Gesundheit und Sport – DHGS und die Europäische Sportakademie Brandenburg – ESAB). So stellen wir sicher, dass unsere Maßnahmen nachhaltig wirken, wissenschaftlich fundiert und pädagogisch anschlussfähig bleiben.
Bewegungsförderung – Bewegung als Grundlage für Entwicklung
Bewegung ist die Basis eines gesunden und glücklichen Aufwachsens. Sie stärkt Körper, Geist und Seele, unterstützt das Lernen und hilft Kindern, sich selbst und ihre Umwelt zu begreifen.
Unsere Bewegungsangebote sind sportartübergreifend, altersgerecht und inklusiv. Kinder sollen sich vielfältig ausprobieren dürfen – rennen, springen, balancieren, klettern, werfen, tanzen, raufen und spielen. So entwickeln sie motorische Fähigkeiten, lernen, Herausforderungen anzunehmen und gewinnen Vertrauen in die eigenen Stärken.
Wir verstehen Bewegungsförderung als pädagogische und soziale Aufgabe: Bewegung schafft Teilhabe, baut Barrieren ab und eröffnet Bildungschancen – unabhängig von Herkunft, Einkommen oder individuellen Fähigkeiten. Damit Bewegung mehr ist als Sport, arbeiten wir mit einem klaren pädagogischen Rahmen – dem SPORTKINDER-Säulenmodell.
Bildungsförderung – Das SPORTKINDER-Säulenmodell
Unsere Bildungsarbeit ruht auf vier miteinander verbundenen Säulen. Sie verbinden den Kita- und Schulbereich, orientieren sich am Berliner Bildungsprogramm (Kita) mit unserem eigenes entwickelten Bewegungspuzzle und an den Bewegungsfeldern des Berliner Rahmenlehrplans (Schule). So schaffen wir einen ganzheitlichen Bildungsansatz – von der frühen Kindheit bis in die Jugend.
1. Körperliche Entwicklung – Bewegung und Gesundheit
- Aufbau grundlegender motorischer Fähigkeiten (Laufen, Springen, Werfen, Klettern, Balancieren)
- Schulung koordinativer Kompetenzen wie Gleichgewicht, Orientierung, Rhythmus und Reaktion
- Förderung einer gesunden Haltung, Körperwahrnehmung und Bewegungsfreude
- Umsetzung der Bewegungsfelder des Berliner Rahmenlehrplans
Ziel: Kinder lernen, was ihr Körper kann – und erleben Bewegung als Lebensfreude.
2. Kognitive Entwicklung – Bewegung als Lernmotor
- Bewegung aktiviert das Gehirn, fördert Aufmerksamkeit und Konzentration
- Lernen durch Bewegung: Mathematik, Sprache, Musik und Naturphänomene werden körperlich erfahrbar
- Förderung der exekutiven Funktionen: Planen, Entscheiden, Handeln, Problemlösen
Ziel: Kinder denken in Bewegung – und Bewegung stärkt das Denken.
3. Soziale und emotionale Entwicklung – Bewegung schafft Gemeinschaft
- Im gemeinsamen Spiel lernen Kinder Teamgeist, Fairness und Rücksicht
- Bewegung fördert Empathie, Selbstvertrauen und Konfliktfähigkeit
- Stärkung der Selbstwirksamkeit und sozialen Integration
Ziel: Kinder erleben Gemeinschaft – und wachsen im Miteinander.
4. Lebenswelt & Nachhaltigkeit – Bewegung im Alltag
- Bewegung findet in der Lebenswelt statt: auf Schulhöfen, in Parks, auf Spielplätzen und Straßen
- Förderung umweltbewusster Mobilität und nachhaltiger Bewegungskultur
- Aufbau von Präventionsketten zwischen Kita, Schule, Verein und Familie
Ziel: Bewegung wird zum selbstverständlichen Teil des Alltags.
Fazit:
Das SPORTKINDER-Säulenmodell verbindet körperliche, geistige und soziale Entwicklung.
Es steht für Bewegung als Bildung, Gesundheit und Lebenskompetenz – ganz im Sinne unseres Vereinsziels: „Gesunde, gebildete und resiliente Kinder – als Basis einer demokratischen Gesellschaft.“
Präventionsketten & Netzwerkarbeit – Gemeinsam für Bewegung
Bewegung gelingt nur im Zusammenspiel vieler. Deshalb verstehen wir uns als Vernetzer im Sozialraum: Wir bringen Kitas, Schulen, Sportvereine, Familienzentren, Jugendfreizeiteinrichtungen, Krankenkassen, Ämter und Initiativen zusammen. Diese Zusammenarbeit schafft Präventionsketten, die Kinder und Familien über alle Lebensphasen hinweg begleiten – von der frühen Förderung über Schule bis in den Freizeit- und Familiensport.
Ziele unserer Netzwerkarbeit sind:
- Bewegung für alle Kinder – wohnortnah und niedrigschwellig
- Stärkung gesundheitlicher Chancengerechtigkeit
- Nachhaltige Verankerung von Bewegung in kommunalen Strukturen
- Sichtbare Kooperation zwischen Bildung, Gesundheit und Sport
Mit Projekten wie „Bewegte Kita“, „Bewegungscoaches im Kiez“, „Winterspielplätze“ oder „Sport im Park“ gestalten wir die Umsetzung dieser Präventionsketten praktisch vor Ort.
Bewegungscoaches im Kiez – Fachkräfte für Bewegung und Bildung
Unsere Bewegungscoaches sind qualifizierte Fachkräfte für Sport-, Bewegungs- und Gesundheitsförderung. Sie sind das Bindeglied zwischen Kindern, Einrichtungen und Verwaltung und setzen den SPORTKINDER-Ansatz direkt im Sozialraum um.
Ihre Aufgaben umfassen:
- Durchführung und Koordination von Bewegungsangeboten in Kitas, Schulen und im öffentlichen Raum
- Unterstützung und Beratung von pädagogischen Fachkräften
- Planung von Fortbildungen, Bewegungsfesten und Elternaktionen
- Förderung von Übergängen zwischen Bildungseinrichtungen und Sportvereinen
- Aufbau lokaler Kooperationen und Netzwerke
Bewegungscoaches sind sichtbare Ansprechpersonen im Kiez – mit Fahrrad, Sportmaterial und offenen Ohren. Sie machen Bewegung erlebbar, schaffen Vertrauen und sorgen dafür, dass jedes Kind die Chance bekommt, sich gesund zu entwickeln.
Zusammenfassung
Das Vereinskonzept der SPORTKINDER BERLIN beruht auf einer klaren Vision:
Mehr qualifizierte Sport- und Bewegungsförderung für Berliner Kinder und Jugendliche – unabhängig von Fähigkeiten, Herkunft und sozialem Status.
Unser Weg dorthin:
- Bewegung als Bildung verstehen
- Netzwerke stärken
- Fachkräfte fördern
- Familien einbeziehen
- und Bewegung selbstverständlich machen – überall in Berlin